Verwendung
Eine der vielseitigsten Wildpflanzen Europas. Junge Blätter (die obersten 4–6 Blätter des Frühjahrstriebs) sind eine außergewöhnliche Nahrungsquelle – proteinreicher als jedes andere europäische Wildgrün und voller Eisen, Kalzium sowie der Vitamine A und C.
Nahrung: Wie Spinat zubereiten (Kochen oder Anbraten neutralisiert die Brennwirkung in 30 Sekunden). In Suppen, Risottos, Omeletts verwenden oder für Tee trocknen. Brennnesseltee ist in Mitteleuropa ein traditioneller Frühjahrstonikum.
Faser: Reife Stängel liefern eine der stärksten natürlichen Pflanzenfasern, historisch für Stoff, Seil und Fischernetze genutzt.
Medizin: Traditionelles Mittel gegen Gelenkschmerzen (frische Brennnessel auf die Haut – „Urtikation“), zur Linderung von Heuschnupfen (gefriergetrocknete Kapseln oder Tee) und als mineralreiches Tonikum.
Zubereitung
Ernten: Trage dicke Handschuhe. Pflücke nur die obersten 4–6 Blätter junger Pflanzen (vor der Blüte für besten Geschmack). Von März bis November verfügbar, am besten im Frühjahr.
Kochen: 60 Sekunden in kochendem Wasser blanchieren, um die Brennhaare zu zerstören. Abgießen und wie Spinat verwenden. Für Tee die Blätter an einem warmen, luftigen Ort 3–5 Tage trocknen, dann zerbröseln und in verschlossenen Gläsern aufbewahren.
Haltbarmachen: Blanchieren und portionsweise einfrieren. Oder für Tee und Pulver trocknen (in Suppen, Smoothies geben). Brennnesselpulver hält in luftdichten Behältern über 12 Monate.
Warnung — Giftige Doppelgänger
Details
Erntemonate: April, August, Juli, Juni, Mai, März, September
Lebensraum: Stadt, Wald, Wiese
Region: Mitteleuropa, Nordeuropa, Osteuropa, Südeuropa, Westeuropa