Verwendung
Hagebutten sind die Früchte wilder Rosen und in ganz Europa vom Spätsommer bis in den Winter reichlich verfügbar. Sie sind eine der reichsten natürlichen Vitamin-C-Quellen – mit 20-mal mehr Vitamin C pro Gramm als Orangen.
Nahrung: Hagebuttensirup, Marmelade, Tee und Suppe (in Schweden traditionell als „nyponsoppa“). Getrocknete Hagebutten ergeben einen ausgezeichneten Tee, der jahrelang haltbar ist.
Medizin: Extrem reich an Vitamin C und daher im Winter, wenn frisches Obst knapp ist, unverzichtbar. Im Zweiten Weltkrieg organisierte die britische Regierung eine Massensammlung von Hagebutten zur Herstellung von nationalem Hagebuttensirup als Vitamin-C-Quelle, als Zitrusimporte blockiert waren.
Zubereitung
Ernten: Pflücke Hagebutten nach dem ersten Frost, wenn sie weich und süß werden (oder friere gesammelte Früchte über Nacht ein, um denselben Effekt zu erzielen). Sie sollten leuchtend rot/orange und leicht weich sein.
Tee: Früchte aufschneiden, Kerne und Härchen entfernen, in einem warmen Ofen (50 °C) oder Dörrgerät trocknen. Zerstoßen und 10 Minuten in heißem Wasser ziehen lassen. In verschlossenen Behältern über 2 Jahre haltbar.
Sirup: 1 kg Früchte 15 Minuten in 1,5 l Wasser kochen. Zerdrücken und zweimal durch ein Tuch abseihen (wichtig – siehe Warnung). 500 g Zucker zugeben, 5 Minuten kochen. Heiß abfüllen.
Wichtig: Die winzigen Härchen im Inneren der Hagebutten sind ein Reizstoff – immer gründlich durch feines Tuch oder einen Kaffeefilter abseihen. Diese Härchen wurden früher als Juckpulver verwendet.
Warnung — Giftige Doppelgänger
Details
Erntemonate: Dezember, November, Oktober, September
Lebensraum: Trockenboden, Wald, Wiese
Region: Mitteleuropa, Nordeuropa, Osteuropa, Südeuropa, Westeuropa