Verwendung
Das am meisten unterschätzte Wildlebensmittel überhaupt – jeder einzelne Teil des Löwenzahns ist essbar und das ganze Jahr über nützlich.
Blätter: Hervorragendes Salatgrün, besonders junge Frühjahrsblätter. Reich an den Vitaminen A, C, K, Kalzium und Eisen – nach Gewicht nahrhafter als Spinat.
Wurzeln: Rösten und mahlen für einen koffeinfreien Kaffeeersatz. Auch als Wurzelgemüse verwendbar (kochen, anbraten oder in Suppen geben).
Blüten: Für Löwenzahnwein, Sirup („Löwenzahnhonig“) oder Küchle. Die Blütenblätter sind mild süß.
Medizin: Traditionelles Entwässerungsmittel (daher der französische Name „pissenlit“). Unterstützt Leber- und Nierenfunktion.
Zubereitung
Blätter: Pflücke junge Blätter vor der Blüte für den mildesten Geschmack. Gut waschen. Roh im Salat oder wie Spinat gekocht verwenden. Ältere Blätter werden bitter – in kochendem Wasser blanchieren, Wasser weggießen, dann kochen, um die Bitterkeit zu mindern.
Wurzeln: Im Herbst graben, wenn die Wurzeln am dicksten sind. Sauber schrubben, in kleine Stücke schneiden, bei 180 °C rösten, bis sie dunkelbraun und brüchig sind (etwa 30 Minuten). Im Mörser oder in der Kaffeemühle mahlen. Wie Kaffee aufbrühen – 1 Esslöffel pro Tasse.
Blüten: Ernte voll geöffnete Blüten an sonnigen Tagen. Entferne die grünen Kelchblätter (bitter). Nur die Blütenblätter für Sirup verwenden: 200 Blütenköpfe in 1 l Wasser + 1 kg Zucker + Saft von 2 Zitronen 30 Minuten köcheln. Abseihen und abfüllen.
Warnung — Giftige Doppelgänger
Details
Erntemonate: April, August, Juli, Juni, Mai, März, Oktober, September
Lebensraum: Stadt, Wiese
Region: Mitteleuropa, Nordeuropa, Osteuropa, Südeuropa, Westeuropa